Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Architekten in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Dachausbau – Umbau, Neubau und Dämmung für mehr Wohnraum

Dachausbau – Umbau, Neubau und Dämmung für mehr Wohnraum

Wohnraum ist teuer in der Schweiz. Wenn sich Kinder ankündigen, die Eltern im Haus einziehen oder die Familie aus anderen Gründen wächst, denkst du vielleicht an den ungenutzten Raum unter dem Dach: Das ist potentieller Wohnraum. Ein Dachausbau kann jedem Kind zum eigenen Zimmer verhelfen, kann einen Hobbyraum, ein Lesezimmer oder ein zusätzliches Gästezimmer generieren. Allerdings ist dafür ein Umbau nötig, das Dach muss gedämmt werden, Fenster für ausreichend Licht im Dachgeschoss sorgen. Idealerweise plant ein Architekt den Innenausbau, denn der Fachmann hat oft noch einmal ganz andere Ideen als du … noch Fragen? Hier gibt es Antworten!

Dachausbau – welche Dämmung nehme ich für die Wände und das Dach?

Zuerst einmal ist wichtig, was für ein Dach auf deinem Haus sitzt und wie es gestaltet ist. Das sind die Möglichkeiten:

  • Flachdachdämmung
  • Aufsparrendämmung
  • Zwischensparrendämmung
  • Untersparrendämmung
  • Dämmung der oberen Geschossdecke

Diese Dämmungen werden nicht erst beim Dachausbau eingesetzt, sondern machen schon beim Neubau Sinn, denn über das Dach gehen etwa 20 Prozent der Energie verloren. Anschliessend geht es um die Materialien:

  • mineralische Dämmstoffe wie Blähton oder Calciumsilikat
  • synthetische Dämmstoffe wie Styropor, EPS, PUR, PIR
  • mineralisch-synthetische Mischformen wie Glaswolle oder Steinwolle
  • pflanzliche Dämmstoffe wie Hanf und Holzfaser
  • tierische Materialien wie Schafwolle

Die Planung muss neben persönlichen Präferenzen (natürliche Materialien beim Holzbau beispielsweise) auch Kosten und Verarbeitung einbeziehen. Lass dich fachlich beraten, welcher Dämmstoff was kann und welche Auswirkungen das Material auf das Wohnen hat.

Was muss ich beim Dachausbau beachten?

In der Dachwohnung soll es genauso warm und gemütlich sein wie im übrigen Haus, im Sommer darf es aber nicht zu heiss werden – dafür brauchst du eine gute Dämmung. Der nächste Punkt ist das Licht: Mach dir bei der Planung der Wohnfläche Gedanken, wo die Fenster sein sollen. Nicht jedes Einfamilienhaus hat im Dachgeschoss Wasserversorgung und Strom – auch das muss eventuell nachgerüstet werden. Und dann musst du noch einige rechtliche Fragen klären:

  • Brauchst du für deinen Umbau eine Baugenehmigung?
  • Sind deine Pläne für den Dachausbau im Rahmen der Bauvorschriften? (Tipps gibt dir der Architekt!)
  • Hält das Gebäude nach dem Umbau noch die Ausnützungsziffer ein? Hier geht es um das Verhältnis von Grundstücksfläche zu Wohnfläche. Aus diesem Grund sind oft Aufstockungen nicht möglich!
  • Wie sieht es mit dem Brandschutz aus?
  • Müssen Regelungen des Denkmalschutzes beachtet werden? Die Denkmalpflege macht nicht nur bei einer historischen Fassade Einwände, oft geht es auch um den Ortsbildschutz. Übrigens beteiligt sich die Denkmalpflege in einigen Kantonen finanziell am Dachausbau, wenn das Gebäude unter Denkmalschutz steht!

Was kostet der Umbau im Dach?

Die Kosten für den Dachausbau hängen davon ab, was genau du am Dach machst. Ziehst du Decken ein, wird es kostenintensiver als wenn du nur eine Gaube einbaust. Fläche, Material, Fenster und die Anzahl der beauftragten Handwerker spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Bei einem Dachausbau mit Gaube rechnest du am besten mit 20.000 Franken oder mehr. Oft bleiben die Kosten für die Dachlukarne unter 50.000 Franken, aber das ist nicht immer der Fall (Stand September 2020).

Wer plant den Wohnraum beim Dachausbau?

Du darfst deinen Dachausbau selbstverständlich selbst planen und die Handwerker eigenständig beauftragen. Allerdings solltest du dir darüber im Klaren sein, dass du bei Ausbau, Umbau oder Neubau eines Dachgeschosses rechtliche und versicherungstechnische Vorschriften beachten musst. Deshalb solltest du einen Architekten zumindest über deine Pläne schauen lassen.

Wann ist der Dachausbau genehmigungspflichtig?

Der Ausbau des Dachgeschosses ist in der Schweiz in den meisten Fällen genehmigungspflichtig. Ob du eine Baubewilligung brauchst, hängt vom Einzelfall ab. Einige Faustregeln gibt es aber:

  • Erneuerst du bestehende Räume bei anschliessend gleicher Nutzung, brauchst du meist keine Bewilligung.
  • Ändert sich die Nutzung der Räume, brauchst du eine Genehmigung.
  • Werden Fenster eingebaut oder bestehende Wände entfernt, brauchst du eine Genehmigung.

In vielen Fällen kannst du ein beschleunigten Verfahren nutzen und die Genehmigung schon nach ein paar Tagen erhalten.

Muss ich das Dach sofort beim Neubau machen?

Du solltest beim Neubau das Dach so schnell wie möglich dämmen und Dachziegel aufbringen. Auch dann, wenn du das Dachgeschoss innen nicht ausbaust, keine finale Raumeinteilung stattfindet, also weder Zwischenwände einziehst noch Fenster installierst und auch keinen Innenausbau vornimmst, solltest du das Dach dämmen und decken. Alles Weitere kann dann aber warten.

Welches Holz eignet sich für den Dachausbau?

Wird das Dachgeschoss in Holz ausgebaut, wirkt es richtig gemütlich und angenehm. Holz ist auch insofern vorteilhaft, als das Material einen natürlichen Hitzeschutz im Sommer bietet und im Winter die Wärme drinnen hält. Massivholz ist dabei nicht nur sehr schön, sondern leistet auch einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz – Holzbau ist beliebt!

  • Eiche und Lärche sind witterungsbeständig und für Räume im Übergang zwischen Innen und Aussen perfekt geeignet.
  • Birke, Buche, Eiche, Erle, Esche, Kirsche und Nussbaum zeigen jeweils eine ganz tolle eigene Färbung.
  • Ahorn, Lärche, Esche und Eiche sind als Bodenbelag beliebt.

Für den Innenausbau kommen auch gebrauchte Hölzer in Frage: Alte Weinfässer, ausrangierte Bahnschwellen und andere massive Hölzer können so wiederverwendet werden und geben deinem Projekt einen ganz besonderen Charme!

Der Architektvergleich für die Schweiz. Finde die besten Architekten in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Machbarkeitsstudien – nicht nur bei Bauprojekten die Grundlage für unternehmerischen Erfolg

Die Umsetzung von Projekten muss sich an der Realität messen lassen. Dennoch können viele Fragen über eine theoretische Betrachtung gelöst werden. So genannte Machbarkeitsstudien zielen darauf ab, die Durchführung einer Idee verlässlich zu untersuchen. Dabei kommen rationale Entscheidungskriterien zum Tragen, die das Risiko für die Verantwortlichen minimieren. Ein solches Instrument ist ideal für eine komplexe und aufwändige Projektplanung, wie etwa für Bauvorhaben. Hier erfährst du, in welchem Teil einer Projektentwicklung eine solche Machbarkeitsanalyse vorkommt und welche Aspekte sie beinhaltet. Auch findest du hier Informationen zu ihren Grundlagen und Grenzen.

Das Böschungsverhältnis – Höhe zu Länge

Eine Böschung dient dazu, Erosionen und andere geographische Vorgänge zu verhindern. Sie kann auch auf natürliche Weise bei diesen Prozessen entstehen. Viele Böschungen werden als Hang bezeichnet. Das Böschungsverhältnis besteht aus dem Verhältnis zwischen Länge und Höhe einer Böschungsanlage. Für dich als Bauherren ist das Böschungsverhältnis dann wichtig, wenn du eine künstliche Böschung zum Schutz von Baugruben und Gräben anlegst. Diese muss den Vorgaben des Böschungswinkels entsprechen.

Signaletik – Orientierungssystem der Architektur für mehr Sicherheit im Raum

Die meisten Menschen, die zum ersten Mal von Signaletik hören, wissen mit dem Begriff nichts anzufangen. Dabei ist jeder von uns zahllose Male mit der Bildsprache in Kontakt gekommen und profitierte von ihrer Anwendung mehr als einmal: im Amt, im Hospital, in Bürogebäuden. In diesem Beitrag erfährst du alles zur Bedeutung und Entwicklung der Signaletik.

Sheddächer – die wichtigsten Fragen und Antworten zur modernen Dachform

Für Dachaufbauten bei Häusern und Industriegebäuden gibt es heutzutage einen grossen Entscheidungsspielraum. So stehen einige Dachaufbauten zur Auswahl, die alle ihre eigenen Vor- und Nachteile haben. So müssen sich Architekten Gedanken über das passende Dach für ein Einfamilienhaus oder Gebäude machen. Eine bestimmte Dachform, die sich immer grösserer Beliebtheit erfreut, ist das sogenannte Sheddach. Auch wenn Sheddächer im gewerblichen Bereich immer noch beliebter sind als bei Wohnhäusern, so bieten sie auch im privaten Bereich viele Vorteile. Welche das sind und was du beachten solltest, wenn du ein Sheddach für ein Gebäude in Erwägung ziehst, erfährst du in diesem Artikel.

Bauzeitversicherung: Rechtsgrundlagen und Infos zum obligatorischen Versicherungsschutz in der Schweiz

Nur noch wenige Wochen, dann soll das Haus bezugsfertig sein und der Traum des Bauherrn rückt in greifbare Nähe. Durch einen Defekt in der Elektrik kommt es jedoch zu einem schweren Brand, der das Gebäude bis auf die Grundmauern zerstört. In der Schweiz springt in Schadensfällen wie diesem die Bauzeitversicherung ein. Welche Rechtsgrundlagen es in den einzelnen Kantonen für den Abschluss einer Bauzeitversicherung gibt, welche Schäden sie versichert und welche Leistungen sie erbringt, das verrät dir unser ausführlicher Ratgeber rund um die obligatorische Versicherung für alle Bauherren.

Pfandrecht an einem Grundstück zum Zweck der Sicherung von Forderungen

Leiht eine Bank oder eine Person einer anderen Geld, will sie dafür meist Sicherheiten sehen. Eine Möglichkeit, eine Forderung zu sichern, besteht darin, ein Pfandrecht an einem Grundstück zu vergeben. Hier erfährst du genau, was ein Grundpfandrecht ist, welche Arten es gibt und was es bedeutet, wenn ein Gläubiger das verpfändete Grundstück verwerten lassen will, weil die Forderung vom Schuldner nicht beglichen wurde. Daneben beantwortet dieser Text, was geschieht, wenn das Grundstück weiterverkauft wird oder wenn der Schuldner die Schuld abbezahlt hat.